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Ensku húsin með Langá – “Das englische Haus” am Fluss Langá
Das alte Fischerhaus
“Ensku húsin” (das englische Haus) am Fluss Langá ist das älteste Fischerhaus Islands. Von 1884 bis 1998 bewohnten es ausschliesslich Fischer wæhrend des Sommers. Im Jahre 1998 wurde es von Ragnheiður Jóhannesdóttir, ihrem Mann Stefán Ólafson und ihrer Familie zu einem Gästehaus umfunktioniert.
Heute ist das “Ensku húsin” nicht nur ein Gästehaus, sondern auch ein hervorragender Ort für Feste und Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage. Ebenso kann es auch für kleinere Konferenzen gemietet werden.
Die Gäste, auch Gruppen, können zwischen einfachen Unterkünften bis zu komfortablen Zimmern im Hotelstil mit Frühstück, Mittagessen und Abendessen wählen.
Über die Jahre wurde das alte Fischerhaus umgestaltet und renoviert. Dabei hat man stets die Geschichte des Hauses berücksichtigt und versucht, es in in seinem ursprünglichen Stil zu erhalten.
Traditionen, Gemütlichkeit und die Tatsache, dass das Gästehaus als kleines Familienunternehmen funktioniert, sind Dinge für die wir unsere Gæste um Verständnis bitten. Das “Ensku Húsin” war das Heim für die Fischer am Fluss Langá. Sie sollten sich hier wohl fühlen, so wie unsere Gäste heute.
Im ältesten Teil des Hauses befindet sich der Speisesaal, das ehemalige Kognak-Zimmer (heute auch Speisesaal) und der Platz, an dem damals die Fliegen zum Fischen geknuepft wurden. Anliegend befinden sich Küche und Speisekammer. Die obere Etage beherbergt drei Zimmer und ein Badezimmer.
Das Wohnzimmer wurde an den älteren Teil des Hauses angebaut und bildet heute den Westflügel. Im Ostflügel des Hauses befinden sich sieben Schlafräume für jeweils zwei Personen mit gemeinsamen oder auch mit privaten Badezimmern.
Wenn sie entspannen und relaxen möchten, setzen Sie sich doch an den Kamin ins Wohnzimmer, geniessen Sie einen Brennivín oder schlürfen sie eine Tasse guten Kaffee.
Täglich wird ein Abendessen mit zwei bis drei Gängen zubereitet, welches an einer langen Tafel im Speisesaal serviert wird. Die Gäste können so in familiaerer Atmosphäre gemütlich speisen.
Die Umgebung
Die Umgebung ist der Schauplatz der Saga des berühmten Wikingers Egill Skalla-Grimsson aus dem frühen 10.Jahrhundert. Laut dieser Saga erlang Egill Ruhm, indem er bereits im Alter von drei Jahren - stark betrunken - unvergessliche Gedichte verfasste. Er war stärker als seine Altersgenossen. Seinen ersten Mann erlegte er als er noch ein Kind war, bei einem Ballspiel. Er tötete seinen Gegenspieler mit einer Axt, weil er sich ungerecht behandelt fühlte.
Ensku húsin, das alte Fischerhaus am Fluss Langá befindet sich 6 km westlich der kleinen Stadt Borgarnes und nur ca. eine Autostunde von Reykjavík entfernt. Der Fluss und seine schöne Umgebung laden im Sommer wie im Winter dazu ein, draussen zu verweilen.
Sjávarfoss, der “Meereswasserfall” ist nur weniger Meter vom Haus entfernt. Dort treffen das Süßwasser des Flusses Langá und das Salzwasser aus dem Atlantik aufeinander.
Skuggafoss (der “Wasserfall der Schatten” ) liegt weiter oberhalb am Fluss. Der Weg dorthin ist in fuenf Minuten zurückgelegt. Weiter oberhalb des Flusses findet man auch den Wasserfall Sveðja. Hinter Grenjadalur erreicht man ein Tal mit einer wunderschönen Landschaft und einem wunderbaren Blick auf das Gebiet des Borgarfjörður und das Gebiet Mýrar.
Auch im Umkreis des “Ensku húsin” befinden sich interessante Sehenswürdigkeiten. So können Sie sich in Reykholt mit der Geschichte und den Sagas der Region “Borgafjörđur” vertraut machen oder die einzigartigen Wasserfälle bei Husafell bestaunen. Auf dem Weg dorthin finden sie noch dazu Islands größte “Geothermalquelle”, welche Borganes sowie Akranes mit Trinkwasser versorgt und eine der tiefsten Höhlen Islands (Surtshellir).
Die Wasserfaelle “Hraunfossar” und “Barnafoss” gehören zu den schönsten und ungewöhnlichsten Naturphänomenen Islands. Ein Abstecher lohnt sich. Die umliegenden Lavafelder laden zu einem Spaziergang ein, wobei die Vielfalt der Umgebung aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen werden kann.
Die Geschichte des Hauses
Im Jahre 1884 erbaute “Pétur Pétursson vom Langárfoss” das Haus für sich und seine Familie. Damals war es eines der größten Häuser in der Umgebung. 10 Jahre später wanderten Pétur und seine Familie nach Amerika aus und so verkaufte er Haus und Land an Einar Friđgeirsson.

Pétur Pétursson
Einar, eigentlich Pater Einar, war seinerzeit Priester in Borg und ein einflussreicher Geschäftsmann in der Region “Borgafjörđur” und “Mýrar”. In der Zeit, als das Haus im Besitz von Einar war, war es oftmals so, dass die Angler nebenan am Fluss zumeist in Zelten schliefen und sich selbst versorgten. Denn nicht nur das Haus und Land gehörte Einar, sondern auch ein Teil des Flusses. So verkaufte er auch die Angellizenzen an die Fischer und kam auf die Idee, den Fischern ein Heim zu geben. So wurde das Haus zum Heim für die Angler des Flusses Langa.
1902 jedoch verkaufte Einar das Haus an einen Schotten mit adliger Herkunft namens Lord Oran Campell.
Pater Einar
Lord Campell kam hierher um mit seinen Freunden aus Schottland zu fischen und blieb bis hin zum 1. Weltkrieg. Aus dieser Zeit ist nicht viel bekannt, einzig und allein
die Zahlen der jährlich gefangenen Fische. Ausserdem existieren noch über 200 Fotos aus dem Jahre 1903, die ein Freund des Lords, ein Mann namens “Lamden” damals anfertigte.
Nach Lord Campells Tod kaufte eine englische Lady Haus, Land und Fluss, um jedes Jahr im Sommer zum Angeln zu kommen. Sie und ihre Toechter verbrachten den ganzen Sommer im Haus. Sie verpflegten jeweils eine Anglergruppe von Juni bis Juli (“Frühlingsgruppe”) und die nächste von August bis September (“Herbstgruppe”).
Herr Campell
Mrs. Kennard erweiterte das Haus im Jahr 1927. Bei den Menschen in der Umgebung war sie hoch angesehen. So kam es schließlich dazu, dass man das alte Haus „Ensku húsin“ – „Das englische Haus“ nannte.
Als 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, bereitete sich Mrs. Kennard darauf vor, den Krieg hindurch, also auch den gesamten Winter über am Fluss zu bleiben. So wurde z.B. in der Küche ein Ofen aufgestellt.
Mrs. Kennard wurde aber entgegen ihrer Pläne, gemeinsam mit anderen in Island lebenden Briten, zurück nach England gebracht. Sie kehrte nie mehr zum „Ensku húsin“ zurück. 1944 verkaufte sie ihren Besitz an den Geschäftsmann Geir Zoega.
Frau Kennard
Geir hatte sich auch früher schon während der Wintermonate um die Verpflegung und Geschäfte Mrs. Kennards gekümmert. Er hatte auch schon oft, gemeinsam mit seiner Familie, den Sommer am Fluss verbracht und war in der Nachbarschaft bekannt.
Während der Kriegsjahre fischte Geir am Fluss. Viele Farmer in der Umgebung wurden zu seinen Freunden, so auch der damals noch junge Farmer Jóhannes Guðmundsson von Ánabrekka.
Jóhannes Guðmundsson
Jóhannes kaufte Geir die Lizens zum Fischen am Fluss Langá ab und in den Jahren 1943 bis 1967 nach und nach auch das Fischerhaus.
Von 1960 bis heute wird das Haus als Unterkunft fuer Gäste aus den unterschiedlichsten Ländern von Jóhannes und seinen Nachkommen betrieben.
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