Im Jahre 1884 erbaute “Pétur Pétursson vom Langárfoss” das Haus für sich und seine Familie. Damals war es eines der größten Häuser in der Umgebung. 10 Jahre später wanderten Pétur und seine Familie nach Amerika aus und so verkaufte er Haus und Land an Einar Friđgeirsson.
Einar, eigentlich Pater Einar, war seinerzeit Priester in Borg und ein einflussreicher Geschäftsmann in der Region “Borgafjörđur” und “Mýrar”. In der Zeit, als das Haus im Besitz von Einar war, war es oftmals so, dass die Angler nebenan am Fluss zumeist in Zelten schliefen und sich selbst versorgten. Denn nicht nur das Haus und Land gehörte Einar, sondern auch ein Teil des Flusses. So verkaufte er auch die Angellizenzen an die Fischer und kam auf die Idee, den Fischern ein Heim zu geben. So wurde das Haus zum Heim für die Angler des Flusses Langa.
1902 jedoch verkaufte Einar das Haus an einen Schotten mit adliger Herkunft namens Lord Oran Campell.
Lord Campell kam hierher um mit seinen Freunden aus Schottland zu fischen und blieb bis hin zum 1. Weltkrieg. Aus dieser Zeit ist nicht viel bekannt, einzig und allein
die Zahlen der jährlich gefangenen Fische. Ausserdem existieren noch über 200 Fotos aus dem Jahre 1903, die ein Freund des Lords, ein Mann namens “Lamden” damals anfertigte.
Nach Lord Campells Tod kaufte eine englische Lady Haus, Land und Fluss, um jedes Jahr im Sommer zum Angeln zu kommen. Sie und ihre Toechter verbrachten den ganzen Sommer im Haus. Sie verpflegten jeweils eine Anglergruppe von Juni bis Juli (“Frühlingsgruppe”) und die nächste von August bis September (“Herbstgruppe”)..
Mrs. Kennard erweiterte das Haus im Jahr 1927. Bei den Menschen in der Umgebung war sie hoch angesehen. So kam es schließlich dazu, dass man das alte Haus „Ensku húsin“ – „Das englische Haus“ nannte.
Als 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, bereitete sich Mrs. Kennard darauf vor, den Krieg hindurch, also auch den gesamten Winter über am Fluss zu bleiben. So wurde z.B. in der Küche ein Ofen aufgestellt.
Mrs. Kennard wurde aber entgegen ihrer Pläne, gemeinsam mit anderen in Island lebenden Briten, zurück nach England gebracht. Sie kehrte nie mehr zum „Ensku húsin“ zurück. 1944 verkaufte sie ihren Besitz an den Geschäftsmann Geir Zoega. ![]()
Geir hatte sich auch früher schon während der Wintermonate um die Verpflegung und Geschäfte Mrs. Kennards gekümmert. Er hatte auch schon oft, gemeinsam mit seiner Familie, den Sommer am Fluss verbracht und war in der Nachbarschaft bekannt.
Während der Kriegsjahre fischte Geir am Fluss. Viele Farmer in der Umgebung wurden zu seinen Freunden, so auch der damals noch junge Farmer Jóhannes Guðmundsson von Ánabrekka.
Jóhannes kaufte Geir die Lizens zum Fischen am Fluss Langá ab und in den Jahren 1943 bis 1967 nach und nach auch das Fischerhaus.
Von 1960 bis heute wird das Haus als Unterkunft fuer Gäste aus den unterschiedlichsten Ländern von Jóhannes und seinen Nachkommen betrieben.



